Was wir machen...

Das Problem:

Die Wiese ist der natürliche Lebensraum der Rehe. Im Laufe der Jahrhunderte wurden sie aber durch die Aktivitäten des Menschen in den Wald gedrängt (Stubbe). Heute wird davon ausgegangen, dass es Waldrehe und Feldrehe gibt. Alle Rehe ziehen ihre Jungen aber gerne in Wiesen auf. Die Witterung scheint einen Einfluss auf das Setzverhalten (Setzen = gebären) zu haben. So wurde beobachtet, dass bei heissen und trockenen Perioden im März oder April, der Zuwachs auf den Wiesen geringer als in feuchten Jahren ist. Damit wird die Natur-Wiese weniger attraktiv als Setzplatz für die Geissen. Sie suchen sich Alternativen z.B. dicke Ansaat-Wiesen mit viel Klee oder den Wald. Die Hauptsetzzeit ist Mitte April bis Mitte Juli. Die Hälfte der Rehkitze ist bis Ende Mai gesetzt. Rehkitze können aber vereinzelt das ganze Jahr hindurch vorkommen. Meistens sind es Zwillinge. Der Drückinstinkt (Drückinstinkt = das Kitz presst sich bei Gefahr flach auf den Boden und bewegt sich nicht mehr) dauert 2-3 Wochen lang.

Rehkitze bleiben in der Regel bis zur Mahd in der Wiese. Auch flüchtende Kitze verlassen sich auf ihre gute Tarnung und springen erst im letzten Augenblick auf (Fluchtdistanz ca. 2-5 m). Bei Regen suchen die Rehkitze Schutz unter Bäumen. Rehkitze sind perfekt getarnt vor Fuchs, Luchs, Hund und Greifvogel, durch ihre Tarnfarbe, den Drückinstinkt und ihre Geruchlosigkeit.

Der Landwirt muss sein Heu rein bringen und ist dabei nicht sonderlich flexibel. Der erste Schnitt findet dabei im Frühsommer statt und meist ist aufgrund des Wetters der Zeitpunkt zum Mähen vorgegeben. Der Zeitraum dieses ersten Schnitts liegt meist ein paar Wochen nach der Hauptsetzzeit der Rehe.
Aufgrund der fortschreitenden Technik werde die Traktoren immer schneller und die Mähwerke immer breiter, so dass die Kitze immer weniger Chancen haben, sich selbst zu retten.

Der Mähtod ist nicht nur schlimm für die Tiere. Der Landwirt muss die schwer verletzten und oft verstümmelten Tiere von Ihrem Leid erlösen, die meist laut schreiend im Gras liegen. Zu dieser psychischen Belastung stellt der Kadaver, der evtl. ganz oder in Teilen nicht gefunden wird, eine Gefahr für die Tiere in Form von Vergiftungen dar, die das Heu später fressen sollen (Kühe und Pferde).



Die Lösung:

An dieser Stelle treten wir in Erscheinung. Die fortschreitende Technik bringt auch mit, dass es mittlerweile bezahlbare Multikopter und Wärmebild-/Restlichtkaemeras gibt. Das erlaubt eine schnelle und zuverlässige Suche der Rehkitze vor der Heumahd.

Die Piloten arbeiten ehrenamtlich, nur die Technik muss finanziert werden. Und ganz wichtig: Der Landwirt muss wissen, dass es uns gibt!

Von daher kann uns JEDER helfen! Auch DU! Jede noch so kleine Spende hilft uns, die Technik aktuell zu halten. Schon alleine die Kosten der Akkus, die mit der Zeit verschleissen und erneuert werden müssen, sind nicht zu unterschätzen. Mit einem Akku fliegt man ca. 20 Minuten, d.h. es wird in den Stoßzeiten eine große Anzahl Akkus benötigt.

Und erzähle anderen von dem Problem und von uns, der Rehkitzrettung. Die Landwirte müssen von unserer Existenz erfahren und vielleicht spenden auch Deine Freunde oder Bekannte für die Rehkitzrettung. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt, also können wir für Spendenbeträge auch vom Finanzamt anerkannte Zuwendungsbescheinigungen (Spendenquittungen) ausstellen.



Erzähle möglichst Vielen von uns, damit die Landwirte von uns erfahren!
Hilf uns mit Deiner Spende, damit wir mehr Piloten auf die Felder schicken können!

 

Weiterhin lässt sich die Technik natürlich nicht nur für Rehkitze anwenden, auch andere Tiere die entlaufen sind, oder verletzte Tiere, die sich versteckt haben, lassen sich mit der Waermebildtechnik aufspüren. Meldet euch bei uns! Wenn es uns möglich ist, dann helfen wir!